Things to Do in Canary Islands

Guayadeque, die bewohnte Schlucht

Es ist eine der tiefsten Schluchten Gran Canarias, und keine geschlossene Ausgrabungsstätte: Es gibt Höhlenhäuser, die **heute bewohnt** sind, in den Vulkanfels geschlagen. Der Besuch erschließt sich viel besser, wenn man weiß, warum man so wohnte — denn es war keine Armut, sondern Klimatechnik.

Der Roque Nublo, der Felsmonolith auf dem Gipfel Gran Canarias

Warum eine Höhle und kein Haus

Der weiche Vulkanfels dieser Hänge lässt sich relativ leicht aushöhlen und besitzt eine Eigenschaft, die kein billiger Bau erreicht: thermische Trägheit. Eine ausgehöhlte Wohnung hält das ganze Jahr eine nahezu konstante Temperatur, kühl im Sommer, mild im Winter, ohne Energieaufwand.

Dazu kommt: In einer engen Schlucht ist flacher Boden knapp und zum Anbau wertvoll. In die Wand zu graben statt auf den Garten zu bauen, ist die vernünftige Entscheidung, nicht die letzte.

Was man auf dem Weg hinunter sieht

  • Genutzte Höhlenhäuser, mit Fassade, Fenstern und Tür, der Rest im Fels.
  • Anbau auf dem flachen Grund der Schlucht, mit dem Wasser, das herabkommt.
  • Vegetation, die sich mit der Höhe ändert, weil die Feuchtigkeit oben und unten nicht dieselbe ist.
  • Spuren altkanarischer Besiedlung: Die Schlucht war vor der Eroberung bewohnt, und diese Kontinuität macht sie einzigartig.

Wie man sich verhält — hier wichtiger als sonst

Hier wohnen Menschen. Höhlen mit aufgehängter Wäsche, Auto vor der Tür oder Gardinen sind Wohnhäuser: sie von nahem zu fotografieren oder hineinzuschauen heißt, jemandes Haus zu betreten. Was für Besucher offen ist, ist entsprechend ausgewiesen.

Das Praktische

Die Schluchtstraße ist die einzige, eng und eine Sackgasse: Man fährt hinein und auf demselben Weg heraus. An stark besuchten Tagen wird das Parken zum Problem. Früh kommen löst das — und erwischt die Schlucht im Seitenlicht, in dem ihre Tiefe erst richtig wirkt.

Häufige Fragen

Wohnen dort wirklich Menschen in Höhlen?

Ja. Es gibt heute bewohnte Höhlenhäuser mit Fassade, Tür und Fenstern, der Rest ist in den Fels geschlagen. Solche mit Wäsche, Auto vor der Tür oder Gardinen sind Privathäuser; was für Besucher offen ist, ist ausgewiesen.

Warum wohnte man hier in Höhlen?

Aus zwei praktischen Gründen. Der weiche Vulkanfels lässt sich leicht aushöhlen und bietet thermische Trägheit: nahezu konstante Temperatur das ganze Jahr ohne Energieaufwand. Und in einer engen Schlucht ist flacher Boden knapp — besser fürs Anbauen reserviert.

Kommt man mit dem Auto hin?

Ja, über die Schluchtstraße, die eng ist und eine Sackgasse: Hinein und heraus über denselben Weg. An vollen Tagen ist das Parken der Engpass, früh kommen hilft — und das Morgenlicht zeigt die Tiefe der Schlucht deutlich besser.